"Seien wir realistisch, versuchen wir das unmögliche"

- Che Guevara -

 

Neurophysiotherapie

Die Neurophysiotherapie beschreibt alle Therapieformen für neurologische Patienten, die nicht unter die Position "Krankengymnastik nach Bobath" fallen. Da in Deutschland von den Krankenkassen nur die "Bobath-Therapie" als Leistung akzeptiert wird, müssen alle anderen Leistungen unter dem Aspekt des Selbstzahlens angeboten werden.

 

Die Praxis ist auf neurologische Patienten spezialisiert, und bietet zusätzlich zur "Bobath-Therapie" folgende neurologische Therapien an:

 

  • MTT in der Neurologie/ Training an Geräten
  • Laufbandtraining
  • Spiegeltherapie
  • CIMT/ Forced-Use Therapie

 

 

MTT in der Neurologie/ Training an Geräten

 

Eine Therapie, die durch eine Befundaufnahme einen exakt auf das Krankheitsbild (Problem) des Patienten abgestimmten Trainingsplan erhält. Der Patient soll anhand des erstellten "Trainingsplanes" selbständig an den Geräten arbeiten. Ziel ist es, dass dies ohne die Hilfe eines Therapeuten stattfindet. Ist dies jedoch nicht möglich, kann die MTT auch in ein vorhandenes Rezept eingebaut werden oder mit einem Therapeuten durchgeführt werden.

 

Therapieziel:

  • Der Patient soll sein Körper- und Selbstbewusstsein verbessern und somit seine Lebensqualität erhöhen

 

Therapiematerial:

  • Krafttrainingsgeräte
  • Ausdauergeräte
  • Gleichgewichtsgeräte

 

Laufbandtraining

 

Das Laufband hat die Aufgabe das Gehen zu optimieren. Durch die Möglichkeit eine Strecke vorerst ohne Hindernisse trainieren zu können, kann eine Verbesserung des Gangbildes, der Sicherheit und der Ausdauer entstehen.

Um das Laufbandtraining besser in eine Alltagssituation einbauen zu können, werden mit zunehmender Sicherheit Variationen eingebaut.

 

Das Laufband sollte vorrangig selbständig genutzt werden, kann aber auch in Form einer Therapie mit Therapeuten stattfinden.

 

Therapieziel:

  • Verbesserung des Gangbildes, der Herz-Kreislauffunktion und der Sicherheit beim Gehen

 

Therapiematerial:

  • Laufband
  • eventuell Sicherheitsaufhängung
  • Variationsmöglichkeiten

 

Spiegeltherapie

 

Bei der Spiegeltherapie arbeitet der Patient mit einem Spiegel und seiner nicht betroffenen Seite. Es wird dabei die Vorstellung erzeugt, dass die betroffene Seite sich bewegt und im Gehirn werden die geschädigten Areale angesprochen und es wird versucht diese zu aktivieren.

 

Bei dieser Therapie ist es wichtig, dass der Patient kognitiv in guter Verfassung ist, also versteht, was die Aufgabe ist und was damit bewirkt werden soll.

 

Therapieziel:

  • Aktivierung geschädigter Hirnareale durch Illusionserzeugung

 

Therapiematerial:

  • Spiegel mit Halterung
  • Therapietisch
  • verschiedene Gegenstände für unterschiedliche Übungen

 

Constrained-Induced Movement Therapy(CIMT)/ Forced Use Therapy

 

Nach neurologischen Erkrankungen kommt es häufig zu Lähmungen verschiedener Körperteile. Um diese Lähmungserscheinungen therapieren zu können, wurde unter Anderem die "CIMT"-Methode erschaffen.

 

Bei dieser Therapie wird dem Patienten die weniger betroffene Extremität (meistens der Arm/die Hand) "weggenommen". Dies geschieht meist durch eine Art Handschuh, der so konzipiert ist, dass es dem Patienten möglich ist diesen auch zu Hause selbständig an- und auszuziehen.

Das zwingt den Patienten seine betroffene Seite verstärkt einsetzen zu müssen.

 

Wichtig für den Erfolg der Therapie ist, dass der Patient diese Methode nicht nur in den Behandlungseinheiten angewendet wird, sondern auch zu Hause seine Eigenübungen durchführt.

Der Erfolg der Therapie kann erst dann eintreten, wenn die betroffene Extremität über mehr als 3 Stunden am Tag durch diese Methode benutzt wird.

 

Es gibt für diese Art der Therapie einen Vertrag zwischen Praxis und Patient, in dem festgehalten wird, dass der Patient mit dem "Wegnehmen" der guten Extremität zum Zwecke der Therapie einverstanden ist.

 

Therapieziel:

  • den seit der Erkrankung "erlernten Nichtgebrauch" der betroffenen Extremität zu vermindern und diese somit wieder mehr in den Alltag integrieren zu können

 

Therapiematerial:

  • leicht zu nutzender Handschuh

 

Armtraining

 

In dieser Therapie lernt der Patient seine geschädigte Extremität wieder mehr einsetzten zu können. Es werden unterschiedliche Aufgaben gestellt, die sowohl den Alltag, als auch abstrakte Tätigkeiten von dem Patienten verlangen.

 

Die Therapieeinheiten können sowohl mit Therapeut durchgeführt werden, damit dieser mögliche Fehler oder auch Erfolge dokumentieren bzw. an den Patienten weitergeben kann. Aber auch selbständig durchgeführte Einheiten sind möglich, um zusätzlich zu seinen Therapien weiter trainieren zu können.

Ofmals ist ein Armtraining eine Kombination mit anderen Techniken, wie zum Beispiel der CIMT Therapie.

 

Therapieziel:

  • Verbesserung von Armaktivität in den Gelenken, aber auch Verbesserung der Feinmotorik

 

Therapiematerial:

  • Kleingeräte für die Feinmotorik
  • Großgeräte für die Kraft/Koordination
  • Alltagsgegenstände z.B. Besteck, Schlüssel usw.
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